Kirche St. Sebastianus

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Die Fachkonferenz „Caritas“ im Dekanat Remagen – Brohltal veranstaltet eine Ausstellung: „Kevin – ein Kind in Armut“.
In der Zeit von Freitag, 15. Mai bis Dienstag, 2. Juni 2009, ist die Ausstellung in der Katholischen Pfarrkirche Remagen, Kirchstrasse, während der Öffnungszeiten der Kirche zu sehen.

Die Ausstellungseröffnung findet am Donnerstag, 14. Mai 2009, um 20.00 Uhr in der Katholischen Pfarrkirche Remagen statt.

Bei der Eröffnung wird Professor Dr. Stefan Sell von der Fachhochschule Remagen in die Problematik der Armut in Deutschland einführen.

Bürgermeister Herbert Georgi, Jens Gemein (Erzieher in der Städtischen Kindertageseinrichtung „St. Anna“ in Remagen) und Dechant Dr. Johannes Georg Meyer werden aus ihrem Erfahrungsbereich Stellung nehmen. Die musikalische Gestaltung übernimmt die Gruppe „indigo“.

Im Rahmen der Ausstellung gibt es eine Begleitveranstaltung am Donnerstag, 28. Mai 2009, um 19.30 Uhr in der Katholischen Pfarrkirche Remagen: „Woran erkenne ich Armut im Alltag? Wie kann ich damit umgehen?“

Frau Annemarie Hoffmann, Mitarbeiterin der Caritasgeschäftsstelle Ahrweiler, wird Erfahrungen aus ihrem Tätigkeitsbereich schildern und zum Gespräch darüber einladen.

Diese Ausstellung wurde unter der Mitwirkung des Caritasverbandes Saarbrücken konzipiert. Ziel ist es, sich dem Thema Armut anders als mit abstrakten Zahlen und Fakten zu nähern; es soll vielmehr gezeigt werden, wie sich die Armut der Eltern auf den Alltag eines Kindes und seiner Familie auswirkt. Beispielhaft wird die (fiktive) Lebensgeschichte des jungen Kevin Birk von seiner Geburt bis zum Alter von 12 Jahren in Bildern und Texten erzielt: Zum Beispiel werden die Auswahl des Schulranzens oder die Möglichkeit, Geburtstag zu feiern, sehr anschaulich dargestellt.

Kinderarmut durch Zahlen und Fakten in Burgbrohl und Adenau in Szene gesetzt

„Kevin – ein Kind in Armut” heißt die Ausstellung, die in der katholischen Pfarr­kirche von Burgbrohl zu sehen war und ab dem 20. Oktober 2008 in der Pfarrkirche von Adenau vom Team Familie und Senioren des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e.V., Geschäftsstelle Ahrweiler, gezeigt wird. Obwohl Einkommensarmut immer noch ein zentrales Kriterium ist, be­deutet Armut darüber hinaus auch Benach­teiligung in anderen Lebensbereichen wie etwa Wohnverhältnisse, Gesundheit, Bildung, Integration, Freizeitchancen. Bei­spielhaft wird das Leben des Jungen „Kevin Birk” von der Geburt bis zum 12. Lebensjahr in Bildern und Texten erzählt.

Im Rahmen der Ausstellung fand jetzt in Burgbrohl eine Begleitveranstaltung statt, bei der Mechthild Haase, Fachberatung Gemeindecaritas, sowie Ursula Müller-Lüscher und Annemarie Nold von der Schwangerenberatungsstelle der Caritas Ahrweiler das Thema Armut aus einem etwas anderen Blickwinkel beleuchteten. Ursula Müller-Lüscher: „Wir sind abgefüllt mit Zahlen und Armutsberichten. Aber was dahintersteckt, ist schwer zu begreifen. Wodurch kann man die Menschen noch berühren?” Bei ihrer Arbeit in der Schwangerenberatung erleben Annemarie Nold und Ursula Müller-Lüscher „authen­tisch” und selber „fühlbar”, was ein Leben in Armut bedeutet. Dramatisch hat sich die Situation verändert, denn mit Arbeitslosengeld-II haben viele Menschen heute weni­ger im Portemonnaie als noch vor einigen Jahren als Sozialhilfeempfänger. Beim Abzug aller Kosten lebt eine Familie Birk, wie in der Ausstellung gezeigt, 80 bis 90 Euro unter dem Existenzminimum. Kinder aus sozial benachteiligten Familien besitzen manchmal nicht die 2 bis 3 Euro für das tägliche Mittagessen in ihrer Ganztageseinrichtung. Auch die teuren Fußballschuhe für den Verein sind oft ein unerschwinglicher Traum. Ein Kindergeburtstag wird zum Problem, da das Geld für eine Feier fehlt. „Mir fiel es als Lehrerin schwer, die Armut zu entdecken”, bemerkte eine Teilnehmerin und sprach damit einen wichtigen Punkt an: Wirklich arme Menschen kaschieren ihre Armut sehr gut, sodass die Hilfen nicht zu dieser Personengruppe gebracht werden können. Beim gemeinsamen Gespräch im Pfarrhaus von Burgbrohl war man sich darüber einig, wie wichtig es ist, aufmerksam in seinem unmittelbaren Lebensumfeld zu sein, denn „Kevin” lebt heute überall. Kinder könnten gestärkt werden durch ein gutes Wort, durch die Mitfahrgelegenheit zum Fußballspiel, ein selbstverständliches Miteinander in den vielen kleinen Gelegenheiten, die der Alltag bietet.

„Kevin – ein Kind in Armut” ist von Montag, 20. Oktober 2008, bis Mittwoch, 29. Oktober 2008, in der Katholischen Pfarrkirche in Adenau zu sehen. Am Donnerstag, 23. Oktober 2008, um 19:30 Uhr findet die Begleitveranstaltung in Adenau statt.

Caritas-Kindertagesstätte St. Hildegard in Bachem bot Raum zu Gesprächen

Die heilpädagogische, integrative Caritas-Kindertagesstätte Sankt Hildegard in Bachem, einem Ortsteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler, ist für viele behinderte Kinder aus dem Kreis Ahrweiler ein wichtiger Ort, wo sie Unterstützung und Förderung erfahren. Nach den täglichen Kindergartenstunden sind dann wieder die Eltern aber auch die Geschwister des behinderten Kindes gefordert.

Das Bild zeigt (von links): Rolf Eberle, Margot Sonntag und Martina Kessler-Bach

Eltern brauchen einen Austausch mit anderen betroffenen Eltern, bleibt ihr Kind beispielsweise auf der Stufe eines Kleinkindes stehen. Welche Rolle aber haben die Geschwister von behinderten Kindern in der Familie und wie gehen diese mit der Problematik um? Es ist eine Tatsache, dass ein nichtbehindertes Kind von den Eltern oft nicht in dem Umfang gesehen und berücksichtigt werden kann. Zudem haben diese Kinder häufig gelernt, ihre Gefühle und Probleme aus Liebe zu den schon belasteten Eltern zurückzustellen. Margot Sonntag, Leiterin der Kindertagesstätte Sankt Hildegard: „Aus diesem Grund hatten wir auf Anregung des Elternaustauschs ein Wochenend-Geschwisterseminar angebo­ten, bei dem die nichtbehinderten Geschwisterkinder ganz im Zentrum der Aufmerksamkeit standen. Ihnen sollte es gut gehen, und das ist uns auch gelungen!“

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Die Ausstellung will darauf aufmerksam machen, dass schätzungsweise 1, 8 Millionen Kinder in Deutschland in materieller Armut leben. Beispielhaft wird die Lebensgeschichte des Jungen „Kevin Birk“ von der Geburt bis zum Alter von 12 Jahren in Bildern und Texten erzählt.

Am Donnerstag, 18. September findet um 19:30 Uhr in der Pfarrkirche Burgbrohl eine Begleitveranstaltung statt.

Termin: Donnerstag, 04. September bis Freitag, 26. September
Ort: Katholische Pfarrkirche Burgbrohl täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr

21 Kommunionkinder aus Bad Bodendorf, Pfarrei St. Sebastianus, zeigten ein großes Herz und spendeten der Heilpädagogischen integrativen Kindertagesstätte St. Hildegard in Bachem 540 Euro, einen Teil ihres am Weißen Sonntag geschenkten Geldes. Es war es ihr ausdrücklicher Wunsch, dass die Spende Kindern vor Ort zugute kommt. Außerdem überraschte die Delegation aus Kommunionkindern und Müttern die Kleinen mit einem Bobbycar. Margot Sonntag, Leiterin der Kindertagesstätte: „Ich freue mich und bin dankbar für dieses Engagement. Dank Eurer Hilfe können wir die Wassermatschanlage im Garten bald wieder in Betrieb nehmen.”
Bei bestem Wetter hatten die Kommunionkinder im Garten der Kindertagesstätte großen Spaß, konnten nach Lust und Laune herumtollen, und die Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte machten mit Getränken und Plätzchen den Nachmittag auch für die Mütter zu einem richtig schönen Erlebnis.